„Brauchen einen starken, visionären Landrat“

Presse

SPD schickt Bernhard Ruß ins Rennen um die Nachfolge von Rudolf Handwerker

Haßfurt/Eltmann Die SPD schickt Bernhard Ruß bei den Kommunalwahlen 2014 als Landratskandidaten ins Rennen. Der Sander Bürgermeister, stellvertretende Landrat und Bezirksrat, einer der renommiertesten Kommunalpolitiker der Region, wurde am Donnerstag in Eltmann im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Paukenschlag blieb aus! Vor sechs Jahren zauberte die SPD mit der heutigen Europaabgeordneten Kerstin Westphal eine mehr als überraschende Kandidatin für die Landratswahl aus dem Parteihut. Diesmal geht im Mai 2014 der logische Bewerber ins Rennen um die Nachfolge von Landrat Rudolf Handwerker: Bernhard Ruß. Der 58-Jährige gilt als einer der renommiertesten Kommunalpolitiker der Region. Egal ob in seiner Rolle als Bürgermeister der Gemeinde Sand (seit mehr als 20 Jahren), als Bezirksrat (seit 2008) oder als stellvertretender Landrat (seit 2008) – der gelernte Journalist hat sich im Laufe seiner mehr als zwei Jahrzehnte andauernden politischen Karriere einen guten Namen – weit über die SPD-Parteigrenzen hinweg gemacht.

Schon seit Wochen war gemunkelt worden, dass Bernhard Ruß nun bereit für den nächsten Schritt sei und sich um das Amt des Landrats bewerben werde. Jetzt ist es Gewissheit. Mit dem Sander Gemeindeoberhaupt bekommen Wilhelm Schneider (CSU), Birgit Bayer (Freie Wähler) und Rita Stäblein (Grüne), die bereits als Kandidaten feststehen, ein echtes politisches Schwergewicht als Mitbewerber.

„Wir sind überzeugt, den Besten für dieses Amt zu nominieren“, zeigte sich der SPD-Kreisvorsitzende Wolfgang Brühl bei der Präsentation von Bernhard Ruß mehr als selbstbewusst. „Unser Landkreis braucht einen starken, visionären Landrat, der in der Lage ist, einerseits zu analysieren, andererseits aber auch die entsprechende Politik umzusetzen.“ Bernhard Ruß sei genau dieser Mann. „Seine langjährige Erfahrung als Bürgermeister, Bezirksrat und stellvertretender Landrat prädestiniert ihn förmlich, ab 2014 der Landrat unseres Haßberg-Kreises zu werden.“

Lange, viel und ganz genau hat Wolfgang Brühl in den letzten Wochen und Monaten in seine Partie hineingehört. Dabei hat der Kreisvorsitzende vor allem eines mitgenommen. „Alle haben uns zu unserer Entscheidung gratuliert.“ Der Reigen reicht von SPD-Urgesteinen wie Ottmar Welz und Heiner Schneider, über aktuelle Repräsentanten, zum Beispiel die amtierenden Bürgermeister Thomas Stadelmann (Zeil), Helmut Dietz (Untermerzbach) oder Willi Sendelbeck (Rentweinsdorf) bis hin zu Susanne Kastner, die als Bundestagsabgeordnete seit Jahren ein enges Verhältnis zu Bernhard Ruß pflegt.
Aber nicht nur von „Roten“, auch von Personen, die nicht der Partei angehören und ihr auch nicht unbedingt nahe stehen, bekam Wolfgang Brühl immer wieder einen Satz zu hören. „Stellt den Bernhard Ruß auf!“
Auftrag erfüllt! Nun wird es bis zum Frühjahr 2014 darum gehen, dem Kandidaten neben einem persönlichen auch ein klar umrissenes politisches Profil zu geben. Baustellen an denen man anpacken müsse, so Wolfgang Brühl bei der Vorstellung, gebe im Landkreis schließlich genug. Meist in Bereichen, in denen Bernhard Ruß seine Kompetenz schon seit Jahren unter Beweis gestellt habe. „Er zeigt in Sand, im Bezirk und auch im Kreistag vorbildlich wie erfolgreiche Kommunalpolitik geht.“ Bildung, Finanzen, die Metropolregion Nürnberg, Gesundheit, Soziales, das Leben im Landkreis, die Energiewende oder der Landesentwicklungs-Plan – es sind bekannte Themen, die im Wahlkampf in den Fokus rücken werden. Bernhard Ruß wird sie beackern. „Es ist in den letzten Jahren vieles im Landkreis nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, machte der Kandidat klar. Als Beispiel nannte er die Energiewende, die dringend angepackt werden müsse. „Da wurde GUT gegründet, ist mit viel Elan und Plänen ans Werk gegangen, aber passiert ist noch fast gar nichts.“ Unumgänglich sei es in diesem Bereich auch die Bürger sehr viel mehr als bisher mit ins Boot zu nehmen.

Neue Wege müsse man auch im Bereich Metropolregion gehen. „Der Landkreis braucht die Anbindung an Nürnberg über den dortigen Verkehrsverbund.“ Die sehr guten Erfahrungen im Raum Ebern zeigen die Vorteile, die sich durch eine engere Taktung von Zügen und Bussen ergebe. „Der Landkreis gewinnt an Attraktivität.“ Arbeitsplätze, aber auch die Freizeit- und Einkaufseinrichtungen im Ballungsgebiet zwischen Nürnberg, Fürth, Erlangen, Forchheim und Bamberg werden leichter erreichbar. „Qualifizierte junge Arbeitskräfte aus der Region, die in Erlangen oder Fürth arbeiten, müssten nicht mehr umziehen, sie könnten im Landkreis bleiben.“ Und wer weiß, vielleicht locken die horrenden Mieten, vor allem in Bamberg, sogar den einen oder anderen Studenten ins Maintal, die Haßberge oder den Steigerwald.

Neben dem vielen Zuspruch aus den eigenen Reihen, aber auch aus der ganzen Bevölkerung spielte bei der Entscheidung von Bernhard Ruß auch ein thailändisches Abendessen in Bamberg mit der Familie eine wichtige Rolle. Besser gesagt die Nachspeise in Form von Glückskeksen. Auf dem des Landrats-Kandidaten stand nämlich zu lesen: „Sie sind impulsiv und begeisterungsfähig. Sie sind hervorragend als Führungspersönlichkeit geeignet.“ Als Beweis hatte er den Sinnspruch dabei, als einziges Manuskript. „Spätestens als ich das gelesen haben, war uns allen klar, dass ich es machen werde“, schmunzelte Bernhard Ruß.

Auch wenn die Nominierung des 58-Jährigen sicherlich nicht überraschend kommt, ein Paukenschlag ist sie irgendwie dennoch. Handelt es sich doch um einen Kandidaten, dem durchaus zugetraut werden kann, das Landratsamt für die SPD zu erobern. Dass dies auch in eigentlich schwarzen Gefilden durchaus möglich ist, lehrt das Beispiel Schweinfurt. Dort kickte im September 2012 Sozialdemokrat Florian Töpper den seit 18 Jahren amtierenden CSUler Harald Leitherer aus dem höchsten Landkreis-Amt.

Drei Fragen an den Kandidaten

Herr Ruß, was hat Sie bewogen, sich bei den Kommunalwahlen 2014 um das Amt des Landrats zu bewerben?
Bernhard Ruß: „Viele Themen haben sich in den letzten Jahren auf Kreisebene nicht so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt habe. Vor allem Themen, um die ich seit Jahren kämpfe. Zum Beispiel die Energiewende oder der Regional. Wichtig ist mir auch die Breitbandförderung, damit es auch im Landkreis Haßberge endlich schnelles Internet für alle gibt. Bei Schulen und Kindergärten muss man noch intensiver über neue Wege nachdenken.“

Aktuell stehen Sie als Sander Bürgermeister in der Verantwortung.
Bernhard Ruß: „Ein Amt, das ich vor 20 Jahren aufgenommen habe und das mir immer noch sehr viel bedeutet. Aber irgendwann muss ich aufhören. Wir haben in den vergangenen Jahren viel bewegt und deswegen könnte ich das Amt guten Gewissens an meinen Nachfolger übergeben. Bei der SPD ist auch bereits ein junger Mann im Gespräch, der wohl kandidieren würde.“

Bernhard Ruß wäre erneut ein Landrat aus der Mainachse.
Bernhard Ruß: „Richtig, aber ich war in den 20 Jahren als Bürgermeister stets ein Gemeindeoberhaupt für alle und auch als Landrat wäre ich ein Landrat für den gesamten Landkreis. Viele der Themen, in denen ich Schwerpunkte setzen würde, betreffen gerade die Randbereiche. Gerade hier brauchen wir Planungen und Ideen für die Zukunft von Schulen und Kindergärten. Im Vorfeld meiner Entscheidung für die Kandidatur habe ich auch aus dem nördlichen Landkreis viel positive Resonanz bekommen. Auch das hat mich bestärkt.“

Der Kandidat in Kürze

Bernhard Ruß

Persönliches

58 Jahre alt, verheiratet, 1 Tochter (19 Jahre)

Abgeschlossenes Hochschulstudium der Fächer Deutsch, Geschichte und Erdkunde für das Lehramt an Gymnasien; Studienreferendar in Nürnberg und Kempten.

Verantwortlicher Redakteur bei einem Zeitungsverbund in Kitzingen (Mantelredaktion) und beim „Schwarzwälder Boten“ in Rottweil

Bundeswehrdienst (W 15) in Hammelburg und Ebern; Dienstgrad: Leutnant der Reserve 4

Seit 1993 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Sand a. Main

Hobbies: Walking, Fußball(Größter Erfolg als aktiver Spieler beim 1. FC Sand war der Aufstieg in die Landesliga Nord)

Politischer Werdegang

Seit 1978 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

1984 bis 1991 Gemeinderat in Sand a. Main.

Seit 1996 Mitglied des Kreistages Haßberge

Von 1998 bis 2008 Fraktionsvorsitzender

Seit Mai 2008 stellvertretender Landrat

1993 – 1996 Vorsitzender SPD-Kreisverband Haßberge

Vorstandsmitglied im Kreisverband Haßberge und Ortsverein Sand a. Main

seit 2008 Mitglied des Bezirkstags

Stimmen zum Kandidaten

Wolfgang Brühl (Kreisvorsitzender der HaßbergSPD): „Wir brauchen einen starken und visionären Landrat. Genau das ist Bernhard Ruß. Er ist der beste Kandidat, den man für dieses Amt haben kann.“

Jürgen Hennemann (Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Haßberge/Rhön-Grabfeld): „Bernhard Ruß ist der ideale Kandidat. Er ist im ganzen Landkreis be- und anerkannt. Jemand aus dem Maintal kann sehr wohl für den ganzen Landkreis stehen. Das hat Bernhard Ruß bei vielen Terminen in Ebern und Umgebung schon bewiesen und wird es auch weiterhin tun.“

Bildunterschrift

Der Kandidat und sein „Glückszettel“: Bernhard Ruß.

 
 

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